Ein Sonntag mit Lessing und Arno Schmidt

Am Sonntag, 18. Mai, bietet das Schlosstheater zwei Veranstaltungen an: Um 11.30 Uhr findet im Rittersaal eine Sondermatinée zu Lessings „Miss Sara Sampson“ statt. Das Stück, das am 30. Mai Premiere feiert, ist Beitrag des Schlosstheaters zur Landesausstellung „Als die Royals aus Hannover kamen“.

Die szenisch-musikalische Lesung unter dem Titel „Mein Lieber Moses – Gotthold Ephraim Lessing und Moses Mendelssohn“ ist eine Kooperation mit der Celler Freimaurerloge „Zum hellleuchtenden Stern“. Der Schauspieler Jürgen Kaczmarek und der Autor Jens Oberheide lesen dessen Stück „Mein lieber Moses … Schachplaudereien zwischen Lessing und Mendelssohn“. Am Klavier begleitet werden sie von dem Celler Komponisten Franck Adrian Holzkamp. Anschließend führen Chefdramaturg Tobias Sosinka und Regisseur Lars Wernecke in die aktuelle Inszenierung von „Miss Sara Sampson“ ein.

Lessing und Mendelssohn, beide 1729 geboren, waren enge Freunde und verwandte Seelen. Sie haben ihre idealistischen und aufklärerischen Gedanken ebenso miteinander ausgetauscht, wie ihre Sorgen und Freuden des Alltags. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Theater ihrer Zeit führte Lessing 1755 zum ersten deutschen bürgerlichen Trauerspiel „Miss Sara Sampson“.

Für 17.30 Uhr lädt der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Celle mit der Citykirchenarbeit der Stadtkirche St. Marien ein zum 12. Theatergespräch in der Veranstaltungsreihe „Kirche trifft“, im Anschluss an die 15-Uhr-Vorstellung von Arno Schmidts „Seelandschaft mit Pocahontas“. Zu den Gesprächspartnern von Superintendent Hans-Georg Sundermann zählen Schlosstheater-Intendantin Dr. Bettina Wilts, der Arno-Schmidt-Kenner Matthias Richter sowie Bernd Rauschenbach vom Vorstand der Arno Schmidt Stiftung, der die Bühnenfassung erarbeitet hatte. Vom Ensemble teilnehmen werden Friedhelm Ptok und Jörn Hentschel.

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.