Sonderveranstaltung Erinnerung gemeinsam erleben

Erinnerung gemeinsam erleben

Sonderveranstaltung am Schlosstheater Celle zur Grenzöffnung vor 25 Jahren

Anlässlich des 25. Jahrestages der deutsch-deutschen Grenzöffnung schickt das Schlosstheater Celle sein Publikum auf einen besonderen Erinnerungsrundgang.

Schauspielszenen, Ton- und Videoinstallationen im Außen- und Innenräumen des Celler Schlosses gehen individuellen Erfahrungen und kollektiven Erinnerungen aus der Zeit der Grenzöffnung nach. Das Publikum durchlebt dabei zusammen mit anderen Besuchern ganz unmittelbar selbst das Gefühl des Getrenntseins und der Wiedervereinigung. Zeitzeugen sind eingeladen sich der Veranstaltung mit persönlichen Beiträgen zu beteiligen.

Mit der Sonderveranstaltung „Wenn Grenzen fallen – ein Extra zur Kultur des Erinnerns“ am 9. November erinnert das Schlosstheater Celle mit einer Collage aus persönlichen Erinnerungen, Texten, Liedern, Berichten und Reden an die Öffnung der deutsch-deutschen Grenze vor 25 Jahren und haucht der Erinnerung an diese Zeit neues Leben ein. Derzeit leiden viele Verwandte und Freunde unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger darunter, dass nicht nur äußere, sondern vor allem auch innere Grenzen Macht entfalten. Deshalb soll auch an die Menschen gedacht werden, die derzeit heimatlos sind oder unter Ausgrenzungen leiden.

Zahlreiche Räume im Celler Schloss werden für diese Sonderveranstaltung auf ungewohnte Weise bespielt und verwandeln sich in Erinnerungsräume: Schlossinnenhof, Garderoben und Foyers, Bühne, Zuschauersaal wie auch die Theaterbar laden mit Spielszenen und Medien-Installationen, Geschichten, Zeitzeugenberichten, politischen Reden, Liedern oder Rundfunkbeiträgen dazu ein, neu entdeckt zu werden. Bis zu 80 Personen können die unterschiedlichen Erinnerungsstationen durchlaufen, wo sie unmittelbar in das Geschehen eintauchen oder sich interaktiv daran beteiligen können. Der Erinnerungsparcours, auf den sich die Teilnehmer gemeinsam begeben, klingt mit der „Wiedervereinigung“ auf der Schlosstheaterbühne und einem gemeinsamen Beisammensein in der Theaterbar aus.

Gemeinsam erinnern ­– Aufruf zur Beteiligung mit persönlichen Erlebnissen

Das Schlosstheater integriert in seinen Rundgang durch die Erinnerungsräume auch Geschichten von Menschen, die die deutsch-deutsche Trennung, die Grenzöffnung und die Wiedervereinigung selbst erlebt haben. Wie hat es sich angefühlt, durch eine Mauer getrennt zu sein? Wie war das, als man sich nach dem Mauerfall zum ersten Mal wiederbegegnete? Wie haben Menschen aus Ost und West die Ereignisse empfunden? Was erzählen uns die Erinnerungen an damals heute noch?

Zeitzeugen sind herzlich eingeladen, sich mit ihrer eigenen Geschichte an der Veranstaltung des Schlosstheaters zu beteiligen. Alle, die ihr persönliches Erlebnis vom 9. November 1989 oder eine wichtige Erinnerung, die sie mit der Grenzöffnung verbinden, mit anderen teilen möchten, können sich bei der Dramaturgie des Schlosstheaters unter dramaturgie@schlosstheater-celle.de oder 05141/90508-15 oder -17 melden.

Termin und Kartenvorverkauf

Die Veranstaltung „Wenn Grenzen fallen – ein Extra zu Kultur des Erinnerns“ beginnt am Sonntag, 9. November um 17:30 Uhr am Haupteingang des Celler Schlosses. Karten für dieses Extra sind an der Theaterkasse zum Preis von 10 Euro (7 Euro ermäßigt) erhältlich. Auf Grund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Buchung im Vorverkauf zu empfehlen.

  •  Schlosstheater Celle
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