Celle | Dame ausgetrickst und bestohlen

Am Freitagnachmittag wurde eine alte Dame in Celle von einem unbekannten Mann bestohlen, der sich ihr gegenüber als Kriminalbeamter ausgab und so in ihre Wohnung gelangte. Gegen 14.30 Uhr klingelte es an der Tür der 88 Jahre alten Frau im Celler Ortsteil Heese. Vor der Tür stand ein südländisch aussehender, etwa 180 cm großer Mann, der sich mit einem Ausweis als Kriminalbeamter vorstellte und „wegen Einbrüchen in der jüngsten Vergangenheit“ jetzt ermittle. Obwohl die alte Dame den Ausweis nicht richtig erkannte, ließ sie den Mann ins Haus, der sie dann nach Wertsachen im Haus befragte. Im Verlauf des Gesprächs stahl der Unbekannte aus einer Tasche der Frau eine Mappe mit EC-Karten sowie persönlichen Papieren. Danach verschwand der 25 – 30 Jahre alte Mann. Im Zusammenhang mit der Tat fiel im Bereich der Kortenumstraße ein PKW mit Bremer Kennzeichen auf. Hinweise zu diesem Fahrzeug oder anderen verdächtigen Beobachtungen erbittet die Polizei unter Telefon 05141/277 -215 oder -495. Um nicht selber Opfer einer solchen Tat zu werden, rät der Beauftragte für Kriminalprävention, Kriminalhauptkommissar Uwe Geyler folgendes:

Um zum Erfolg zu kommen gibt es für Trickdiebinnen und Trickdiebe nur ein einziges ernsthaftes Hindernis, das sie überwinden müssen:

die gesperrte oder geschlossene Wohnungstür. Daher sollten Sie zum Schutz vor Trickdieben folgende Ratschläge beherzigen.

   – Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung!

   – Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den Türspion oder

     mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer

     Türsprechanlage Gebrauch.

   – Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort – legen Sie immer

     Sperrbügel oder Sicherheitskette an.

   – Ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu,

     wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie

     die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine

     Vertrauensperson anwesend ist.

   – Überlegen Sie bei angeblicher hilfebedürftiger Lage von Fremden

     an der Tür (Beispiel: Bitte um Schreibzeug oder um ein Glas

     Wasser): Woher sollte der Nachbar die Besucher wirklich kennen?

     Warum wenden sich die Besucher im Notfall nicht an eine

     Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern an eine

     (abgelegene) Privatwohnung?

   – Machen Sie bei hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür das

     Angebot, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte

     (Schreibzeug, Glas Wasser etc.) hinauszureichen, und halten Sie

     dabei die Tür gesperrt.

   – Fordern Sie von Amtspersonen immer den Dienstausweis und prüfen

     Sie ihn sorgfältig (nach Druck, Foto und Stempel). Sorgen Sie

     dazu für gute Beleuchtung und benutzen Sie, wenn nötig, eine

     Sehhilfe.

   – Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an. Suchen Sie

     dazu die Telefonnummer selbst heraus und ziehen Sie telefonisch

     eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu.

   – Lassen Sie Handwerker nur dann herein, wenn Sie sie selbst

   bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekündigt

     worden sind.

   – Nehmen Sie nichts für Nachbarn ohne deren Ankündigung oder

     Auftrag entgegen.

   – Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch

     energisch. Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe.

   – Pflegen Sie Kontakt zu älteren Mitbewohnerinnen und

     Mitbewohnern. Machen Sie ihnen das Angebot, bei fremden

     Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzu zukommen und

     übergeben Sie für solche Fälle die eigene Telefonnummer.

 

  •  Polizei Celle
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