Gesprächs-Konzert: Historischer Hammerflügel Georgs V. trifft auf Meilensteine des Klavierbaus des 18. Jahrhunderts

Konzert(c) Sylvia Ackermann und Georg Ott

Am Donnerstag, dem 29. September, 19.30 Uhr, lädt das Residenzmuseum im Celler Schloss zu einem außergewöhnlichen Konzertprogramm:

„Faszination der fliegenden Hämmer – drei historische Flügel im Gesprächs-Konzert“, so lautet der Titel der Veranstaltung, bei der die Pianistin Sylvia Ackermann und der Restaurator Georg Ott den Sprung vom frühen Hammerflügel zur Klangidee des romantischen Flügels hörbar machen und Wissenswertes über die Geschichte des Klavierbaus berichten. Im Mittelpunkt steht dabei ein ganz besonderes Exponat des Residenzmuseums: der historische Hammerflügel des letzten hannoverschen Königs, Georg V. (1819-1878).

Die Geschichte des Klavierbaus ist eine sehr spannende: Sie handelt von Klängen, Klangvorstellungen, von Unterschieden und Differenzierungen. Während die heutigen Konzertflügel nahezu auf der ganzen Welt einem ähnlichen Ideal folgen, wollten sich die Klavierbauer früherer Zeiten mit je einer eigenen, neuen Idee von Klang und Mechanik vorstellen und ihre Zuhörer überraschen. Um dies zu verdeutlichen bringen Sylvia Ackermann und Georg Ott aus ihrer Sammlung zwei Meilensteine des Klavierbaus des 18. Jahrhunderts mit: den Tangentenflügel von Christoph Friedrich Schmahl (Regensburg, 1790) und den Hammerflügel von Johann David Schiedmayer (Erlangen, 1783), einen der frühesten erhaltenen deutschen Hammerflügel. Im Kontrast zum Celler Flügel von König Georg V. (Wien, um 1815) wird im Konzert der Sprung vom frühen Hammerflügel zur Klangidee eines romantischen Flügels hörbar gemacht.

Gespielt werden Werke von Joseph Haydn, Johann Schobert, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert und Robert Schumann auf Instrumenten, die genau dem Klang-Ideal der Zeit entsprechen und somit der Original-Komposition sehr nahe kommen. Anekdoten von Komponisten, Klavierbauern und Geheimnisse aus Werkstätten bereichern das Gesprächs-Konzert auf unterhaltsame Weise.

Die Pianistin Sylvia Ackermann ist mit verschiedenen Tasteninstrumenten vertraut, wobei ihr Fokus auf Hammerflügel, modernem Klavier, Orgel und Virginal liegt. Ihre Leidenschaft gilt den historischen Tasteninstrumenten und der historischen Aufführungspraxis. Zusammen mit dem Restaurator Georg Ott besitzt sie eine bedeutende Sammlung historischer Tasteninstrumente.

Ihre Ausbildung erhielt Sylvia Ackermann an den Musikhochschulen Mainz und München im Hauptfach Klavier. Ihr Studium schloss sie mit der künstlerischen Reifeprüfung ab. Es folgten viele Meisterkurse und Privatunterricht bei bedeutenden Pädagogen wie u.a. Menahem Pressler, Simon Gourari, Monika Leonhard, Jürgen Uhde und Maria Jäger-Jung.

Neben ihrer Arbeit als Konzertpianistin und Pädagogin interessierte sich Sylvia Ackermann schon immer für fächerübergreifende Projekte. So initiierte sie in München das Internationale Theaterforum, arbeitet zusammen mit Tänzern und Videokünstlern und gründete 2009 zusammen mit Georg Ott den „Claviersalon“ in Miltenberg.

Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.

Faszination der fliegenden Hämmer – drei historische Flügel im Gesprächs-Konzert

Datum: Donnerstag, 29.09., 19.30 Uhr

Ort: Rittersaal im Celler Schloss

Kosten: 8,− € (ermäßigt 6, − €), Vorverkauf an der Kasse des Bomann-Museums, Celle

Tel.: 05141 / 12 4540

Quelle: Residenzmuseum im Celler Schloss

 

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