Vorsorge bei Darmkrebs

Darmkrebs

DarmkrebsDas Angebot einer Vorsorge-Darmspiegelung nehmen nur wenige Männer und Frauen ab 55 Jahren in Anspruch. Dabei ist Darmkrebs die einzige Krebserkrankung, die durch Früherkennung zu fast 100 Prozent vermeidbar ist. Dr. med. Dirk Graf, Leiter des Darmzentrums am Universitätsklinikum Düsseldorf, informiert über Vorsorge und Therapiemöglichkeiten.

Gibt es Risikofaktoren?

Dr. Graf: „Die Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs sind immer noch nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler haben aber nachgewiesen, dass die familiäre Häufung auf eine genetische Veranlagung schließen lässt und das Risiko mit dem Alter zunimmt. Darüber hinaus hat die individuelle Lebens- und Ernährungsweise Einfluss auf die Krebsentstehung. Ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Kost, übermäßiger Alkoholkonsum, wenig Bewegung und Übergewicht erhöhen das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.“

Welche Möglichkeiten der Vorsorge gibt es?

Dr. Graf: „Die klassische Darmspiegelung gilt als die sicherste und zuverlässigste Methode. Der Hämoccult-Test auf verborgenes Blut im Stuhl ist seit langem etabliert, jedoch nicht hundertprozentig sicher (www.uniklinik-duesseldorf.de/UTZ). So deckt er nur 30 Prozent der Darmkrebsfälle auf denn nicht jeder Tumor blutet.“

Welche Therapien gibt es?

Dr. Graf: „Grundsätzlich ist die Operation das wichtigste Verfahren zur Behandlung von Darmkrebs. Je nach Ausdehnung der Erkrankung sind Chemo- oder Strahlentherapie notwendig.“

  • spp-o

 

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