Mehr als 1000 Lehrerstellen besetzt

Kultusministerin rechnet im NDR-Gespräch wieder mit steigender Unterrichtsversorgung

Hannover. Kultusministerin Heiligenstadt erwartet, dass sich die Unterrichtsversorgung an den Schulen in den nächsten Monaten wieder verbessert. Die Einstellung neuer Lehrer zum zweiten Halbjahr laufe nach Plan, sagte die SPD-Politikerin im Gespräch mit NDR 1 Niedersachsen. Von den 1300 ausgeschriebenen Lehrerstellen seien mehr als 1000 bereits besetzt, erklärte Heiligenstadt.

Ziel sei eine 100-prozentige Unterrichtsversorgung, sagte Heiligenstadt im Gespräch mit NDR 1 Niedersachsen. „Ich bin ganz zuversichtlich, dass wir uns jetzt wieder stärker an die 100-Prozent-Grenze heranwagen können.“

Die rechnerische Unterrichtsversorgung war im Durchschnitt zuletzt auf rund 98 Prozent abgerutscht – unter anderem wegen der vielen Flüchtlingskinder in den Schulen; außerdem waren im Sommer nicht genug Lehrer auf dem Markt.

„Die Unterrichtsversorgung wird sich positiv entwickeln. Wir wissen natürlich nicht, was noch auf uns in den nächsten Monaten zukommt. Man hat das ja im letzten Jahr gesehen, wie schnell sich da durch Zuwanderung vieles verändern kann. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir gute Einstellungszahlen realisieren können und damit die Schulen wieder sehr gut versorgen werden können“, sagte die Ministerin.

Die Kultusministerin setzt auch darauf, dass Flüchtlingskinder aus Sprachlernklassen zunehmend in den Regelunterricht wechseln. „Wenn wir nicht mehr so viele Stunden für die Sprachförderung benötigen, stehen diese Lehrer wieder für den ganz normalen Unterricht zur Verfügung“, sagte die Ministerin. „Insofern gehen wir davon aus, dass mit dem Absinken der Flüchtlingszahlen auch die notwendigen Stunden für die Sprachförderung absinken können. Das werden wir aber je nach Bedarf anpassen.“

Quelle: NDR 1 Niedersachsen

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